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Ich sehe Dich

Ich sehe Dich…

… uralt, weise, wichtig. Zuletzt populär geworden durch den Film Avatar. Im indischen Gruß „Namasté“ kommt die Intention dieses Grußes mit seiner ganzen Schönheit zum Ausdruck.

Wann hattest Du das letzte Mal das Gefühl, dass Du wirklich wahr genommen wirst? Und hattest Du das Gefühl, wirklich erkannt zu werden, liebevoll, ganz, gut?  Als Mensch mit Stärken und Schwächen, die Du nicht zu verstecken brauchst und jenseits aller Romantik. Diese tiefen Momente, die nicht amourös verklärt sind, sind so selten und so wertvoll, dass ich einen davon gern mit Euch teilen möchte.

Ich bin unterwegs mit den Mädels, in einer fremden Stadt unter fremden Menschen. Es ist lange her, dass wir uns getroffen haben, mehrere Jahre sind vergangen. Diesmal schaffen wir es gemeinsam auf einen Kongress, dessen Thema – sehr weit gefasst – die weibliche Kraft und die der Schwesternschaft ist. Jede von uns ist seit vielen Jahren auf dem Weg und die seltenen Momente, in denen wir uns treffen, sind kostbar und kraftvoll und wollen deshalb besonders gut gewählt werden.

Es sind viele Menschen hier, alle bringen sie ihre Geschichten mit. Alle haben sie Erwartungen, die sie erfüllt wissen möchten. Alle haben ein Ziel: Heilung, Erkenntnis, Wachstum, vielleicht sogar Erleuchtung.
Mein Ziel ist es, zuzuhören. Den Geschichten lauschen, den Menschen sehen, die Herzenergie spüren, einen gemeinsamen Faden finden, von dem aus sich weitere Geschichten spinnen lassen.

Eine Weile sieht es so aus, als würden die Geschichten aufgesogen, doch nicht verinnerlicht. Fäden scheinen im Nichts zu hängen, es gibt keinen Anknüpfungspunkt.

Doch dann, in einem ewig kurzen Moment finde ich ein Augenpaar, das an meinen hängenbleibt. Ein Erkennen, ein Wahrnehmen, gesehen werden mit Klarheit und Vertrauen. Tief, frei, nah, verbunden und vertraut.
Ich danke Dir. Aus vollem Herzen. Namasté.

Von Herzen ❤

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