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und plötzlich ist es Herbst

Kürbis essen, Kaminholz stapeln, Kastanien sammeln, Laub fegen. Habe ich das nicht erst letzte Woche getan? Ist es wirklich schon ein ganzes Jahr her?

Und doch… so kurz die Zeit zu sein scheint, wie unendlich prall mit Lachen, Freude, Freunden, Sonnenschein, Geschenken und auch manchen „harten Nüssen“ gefüllt war sie. An einigen dieser Nüsse scheine ich mir bisher die Zähne auszubeissen. Die lege ich mir zur Seite, das ist noch nicht dran. Andere Nüsse habe ich geknackt. Es war immer etwas für mich darin – nicht immer das, was ich zu finden gehofft hatte…

Jedesmal, wenn ich mich beim Nüsseknacken dabei erwische, dass mein Belohnungssystem aktiviert ist, muss ich über mich selbst lachen. Die harte Arbeit sollte schließlich mit einem leckeren Nusskern belohnt werden. Ja, oft ist es ja auch so und nur so bleiben wir motiviert, weiterhin fleißig Nüsse zu knacken.
Doch was ist mit den „tauben Nüssen“, die wir enttäuscht zu den Schalen auf den Müll werfen? Oder noch schlimmer, mit den bitteren, die wir – einmal im Mund – gar nicht schnell genug wieder loswerden können? Auch und gerade die sind wichtig. Wie wundervoll eine Nuss schmeckt, weiß ich gerade dann wieder richtig zu schätzen, wenn ich noch den unangenehmen Geschmack einer faulen Nuss in Erinnerung habe.

Übertrage ich diesen Gedanken jetzt wieder auf die vergangenen Monate, dann setzen die ernüchternden Erfahrungen wunderbare Glanzlichter auf dieses Jahr. Wieso das?  Weil mir jede Erfahrung willkommen ist und ich sie nicht in gut und schlecht unterteile. Weil Sonnenschein genauso wichtig ist wie Regen, wenn man nicht dauerhaft in der Wüste leben möchte. Und das dickste Weil: Weil es mir geholfen hat zu erkennen, wo meine Potentiale liegen, wo mich mein Weg hinführt und dass mich niemand außer mir selbst daran hindern kann, diesen Weg zu gehen.

Von Herzen ❤

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